Neu überdacht ... wurde im wahrsten Sinne des Wortes die Info-Tafel in Westerbur.

Das alte Reetdach war marode und unansehnlich geworden und musste ersetzt werden. Rechtzeitig vor Saisonbeginn machten sich daher Hartmut Bents, Vorsitzender des Heimatvereins und dessen Vize Friedrich Janßen an die Arbeit.

Info-Kasten für Urlauber und Gäste in
            Westerbur.

Sie verpassten dem aluminium- gerahmten Auskunftsbord ein neues Oberstübchen aus witterungs-beständigen Bitumenschindeln, die sie dann noch mit schmucken Giebelleisten verblendeten. Die benötigten Mittel stellte der Heimatverein zur Verfügung. Nun können Westerburs Gäste, wie gehabt, auch bei Wind und Wetter die Info-Tafel zu Rate ziehen.

Eine Flurkarte mit Straßennamen verschafft die nötige Orientierung für das Angebot an Zimmern und Ferienwohnungen, das die ortsansässigen Vermieter hier ausgehängt haben. Zudem kann man der Tafel die ärztlichen Notdienste entnehmen und sich über Veranstaltungshinweise zur laufenden Saison informieren. Desweiteren engagiert sich die Dorfgemeinschaft für die Realisierung eines Fahrradweges von Gründeich nach Dornumersiel, für den die Westerburer bereits im Vorjahr demonstriert haben. "Für den zunehmenden Fahrradverkehr und für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist die Anbindung unbedingt erforderlich", so Hartmut Bents. Ein "Dankstein" liegt übrigens schon auf dem Sportplatz in Westerbur der an geeigneter Stelle entlang des Fahrradweges einen ehrenvollen Platz erhalten soll. - köp -

Gedenkstein zur Gründung von Westerbur
         um 1250. Ein Ferienort verändert sein Gesicht
Ein Dorfplatz für Westerbur

Seit zwanzig Jahren wünschen sich die Einwohner von Westerbur einen Dorfmittelpunkt, jetzt ist die Erfüllung in greifbare Nähe gerückt. Die Pläne sind fertig, die Weichen gestellt: Der zur Einheitsgemeinde Dornum gehörende Ort steht an zweiter Stelle der Priortitätenliste des Dorferneuerungsplanes.

"Mit etwas Glück wird der Dorfplatz innerhalb von zwei Jahren verwirklicht sein", freut sich Hartmut Bents, Ortsvorsteher und Vorsitzender des Heimatvereins. Der Bauausschuss hat dem Einheitsrat der Gemeinde folgende Empfehlung zum Beschluss vorgelegt: Zunächst soll eine Brücke über das Dornumersieler Tief am Ortseingang von Westeraccumersiel in Angriff genommen werden.

Der vorgesehene Dorfplatz, noch als
        Pferdewiese genutzt.
V.l.n.r. Heinrich Siebels, Anna-Gesa Klose und Hartmut Bents präsentieren die Pläne zur Gestaltung des Dorfplatzes in Westerbur.

Sie soll die Orte Dornumersiel und Westeraccumersiel in Höhe der Hochhäuser verbinden. Dann soll es mit der Gestaltung des etwa 800 Quadratmeter großen Ortsmittelpunktes von Westerbur weitergehen, der zur Zeit noch eine Pferdeweide ist. Hartmut Bents, Heinrich Siebels vom Arbeitskreis Dorferneuerung und Anna-Gesa Klose vom Kirchenvorstand stellten die Pläne für den neuen Platz auf der Warf von Westerbur vor.

Verantwortlich für die Konzeption ist die Architektin Luise Fauerbach-Geiken aus Emden. Das Projekt wird auf 245.000 Euro geschätzt, die je zur Hälfte vom Amt für Agrarstruktur und der Einheitsgemeinde Dornum aufgebracht werden sollen. Gespräche für den Ankauf der Wiese seien bereits geführt worden, so Hartmut Bents, man warte jetzt nur noch auf den Ratsbeschluss und die Bewilligungsmitteilung des Amtes für Agrarstruktur. Hinzu kommt die Verschönerung des Kirchvorplatzes, den die Kirche selbst bezahlen wird. "Unser Ferienort braucht ein Zentrum für Treffen und Feiern, als Ruhepunkt und Versammlungsort", sagt Bents. Zwei Planungsalternativen gehen von einem Platz aus, auf dem in der südwestlichen Ecke eine Schutzhütte in Klinkerbauweise stehen soll. Wege führen dorthin, der übrige Teil wird mit Rasen bepflanzt. Der fünf Tonnen schwere Denkmalstein zur Gründung des Ortes um 1250 wird an einem Weg nordwestlich liegen. Ein zentraler Platz für den Maibaum ist ebenfalls vorgesehen. An der Seite der Bäckerei Arend Jochems sollen Parkplätze für den Dorplatz und die Bäckerei entstehen. Eine Hecke soll den Dorfplatz im Süden und Westen abgrenzen. Die Pumpsieler Straße wird ein Klinkerpflaster erhalten. Damit geht auch die Verlegung der Bushaltestelle an einen geeigneteren Ort einher. "Wir brauchen dort für die Schulkinder und Passanten ordentliche Fußwege und eine sichere Haltestelle", sagt Hartmut Bents, "die scharfe Kurve der Pumpsieler Straße ist für Autofahrer kaum einschaubar."
Die Alternativen unterscheiden sich vor allem in der Art der Baumpflanzungen: Die erste sieht die Anlage von Lindenbäumen auf dem Dorfplatz und in der Nähe der Schutzhütte vor. Die zweite Alternative wäre die Pflanzung von Lindenbäumen entlang der Pumpsieler Straße, die ihr den Charakter einer Allee geben würde. Eine Gruppe von Kastanienbäumen soll bei dieser Version die Schutzhütte umfrieden. Mit der Neugestaltung des Ortszentrums ginge auch der Ausbau des Kirchenvorplatzes einher. "Wir möchten Parkplätze und einen Weg zur Kirche mit Pforte bauen", sagt Anna-Gesa Klose, " dies trägt zum neuen Bild von Westerbur positiv bei."
"Bereits seit 1982 bemühen sich 300 Westerburer um einen schönen Dorfplatz", betont Heinrich Siebels, "die Vereine möchten einen zentralen Versammlungsort, die Urlauber mehr Sicherheit auf der Pumpsieler Straße und einen Dorfmittelpunkt zum Verweilen." Für die Einwohner ist es selbstvertändlich mit anzupacken: "Wir können vieles in Eigenarbeit erledigen", betont Hartmut Bents, "das spart Kosten und schweißt die Dorfgemeinschaft zusammen".

Der geplante Dorfplatz ist nur eine von vielen Verschönerungsmaßnahmen, die der Heimatverein und die 300 Bürger von Westerbur in Angriff genommen haben. Dazu gehören auch die Gestaltung des Sport- und Spielplatzes, das Jugendhaus sowie das Aufstellen von Ruhebänken und Begrüßungsschildern am Ortseingang. "Schön wäre es auch, wenn die Mühle einmal restauriert werden könnte", spricht Hartmut Bents einen Herzenswunsch. Sie sei schließlich die älteste der Einheitsgemeinde Dornum und der Blickfang des Ortes. Ferner soll mit dem Anbau an das Haus der Freiwilligen Feuerwehr begonnen werden, um der Jugendfeuerwehr ein Domizil zu geben. "Wir haben noch viel vor in Westerbur", sagt Hartmut Bents. - awi -

Die Jugendlichen von Westerbur freuen sich über eine neue Skater-Anlage.

Mit freundlicher Genehmigung der Firma  Druck und Verlag Enno Söker, Esens.
Übernommen aus dem Blinkfuer - 7.Jahrgang/Nr. 20 + 8. Jahrgang/ Nr. 24 - .    
  
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